Ex-Wirtschaftsweisen-Chef kritisiert Mindestlohn-Beschluss

dts-nachrichtenagentur.de, veröffentlicht am 01.07.2020

Der frühere Wirtschaftsweisen-Chef Christoph Schmidt hat den Beschluss der Mindestlohnkommission zur Anhebung der Lohnuntergrenze kritisiert.

\"Die Folgen der Corona-Pandemie stellen den deutschen Arbeitsmarkt bereits jetzt vor große Herausforderungen, nicht zuletzt, weil sie die Existenz vieler Unternehmen gefährden\", sagte Schmidt der \"Rheinischen Post\". Vor allem seien Verlauf und Ausmaß der erhofften gesamtwirtschaftlichen Erholung noch sehr unsicher.

\"In dieser Situation empfiehlt es sich, gering ausgebildeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht noch zusätzlich die Chance auf Beschäftigung zu nehmen, indem man ihre Arbeit drastisch verteuert\", sagte der Präsident des Essener RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung. \"Daher wäre anzuraten gewesen, die verabredete regelgebundene Vorgehensweise beizubehalten und den Mindestlohn moderat anzuheben\", sagte Schmidt. \"Der Beschluss der Mindestlohnkommission wird diesem Vorsichtsprinzip nur bedingt gerecht.\"

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Unser Service:

Unsere Watchlist gibt Ihnen die Möglichkeit bis zu 30 frei wählbare Aktien zusammen zu stellen und zu beobachten. Dieser Service ist anonym und funktioniert ohne Anmeldung. Bitte achten Sie darauf, dass Ihr Browser Cookies akzeptiert und dies Funktion aktiviert ist.

Um die Watchlist direkt nutzen zu können, haben wir die derzeit populärsten Aktien eingefügt. Sie können diese Beispielliste frei und ganz nach Ihren Wünschen bearbeiten.

Jetzt weitere Werte hinzufügen - zum Beispiel aus dem DAX.

Weitere Produkte von uns: